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Juliana

Juliana

Die 12jährige Juliana aus den Slums von Lima hat es satt, sich von ihrem faulen, gewalttätigen Stiefvater malträtieren zu lassen. Sie schließt sich einer Gruppe von Jungen an, die sich unter Obhut des alten Gauners Don Pedro als Sänger und Tänzer in Autobussen durchschlagen.
Ein lebendiger, trotz seines utopischen Endes nicht beschönigender Einblick in die Existenzbedingungen der Straßenkinder in den peruanischen Elendsvierteln.

Der dokumentarische Spielfilm der Grupo Chaski wurde an authentischen Plätzen in den Elendsvierteln von Lima (Peru) gedreht, mit Kindern, die auf der Straße leben. Die 13jährige Juliana hält es zu Hause nicht mehr aus und folgt ihrem Bruder, der bei Don Pedro untergekommen ist. Ein zwielichtiger Kerl, der sich als Freund der Kinder gibt, sie aber gnadenlos ausnutzt. Für einen Schlafplatz müssen sie tun, was er befiehlt, auch betteln und stehlen. Trotzdem: Besser so eine Unterkunft als gar keine – denkt auch Juliana, die sich als Julian verkleidet, da bei Don Pedro nur Jungen mitmachen dürfen. Doch bald erkennt sie, daß es dort noch schlimmer zugeht als zu Hause. Juliana weiß einen Weg, sich und die anderen Kinder von Don Pedro zu befreien und gemeinsam ein menschenwürdiges Leben aufzubauen. Ein schöner Traum.

Juliana, die mit ihrer Mutter, den jüngeren Geschwistern und dem Stiefvater unter ärmlichsten Bedingungen in einem Slum in Lima lebte, ist von zu Hause abgehauen. Sie hat die Schläge des brutalen Stiefvaters nicht mehr ausgehalten. Auf der Suche nach Unterkunft hat sie ihren älteren Bruder Clavito ausfindig gemacht. Der lebt in der Bande von Don Pedro, der Kindern Unterkunft und Verpflegung gewährt. Dafür müssen sie für ihn Geld verdienen, indem sie in Bussen singen. Aber Don Pedro nimmt nur Jungen. Juliana verkleidet sich als Junge und singt bei Don Pedro zum Entsetzen von Clavito vor. Sie wird in die Gruppe als „Julian“ aufgenommen. Doch bald entdeckt sie, daß Don Pedro die Jungen zum Diebstahl auffordert und sie sogar ohne ihr Wissen mit Drogen losschickt. „Julians“ Neugierde macht Cobra, den Ältesten der Gruppe und Adjudanten Don Pedros, mißtrauisch. Er und sein Vertrauter Gusano planen, „Julian“ in eine Falle zu locken. Sie schlagen einen gemeinsamen Besuch im luxuriösen Kaufhaus Arenales vor. Die Kinder genießen diesen Überfluß an Luxus und stellen sich vor, was sie damit machen könnten. Plötzlich wird einer Frau neben Juliana die Handtasche gestohlen. Cobra und Gusano rempeln Juliana so an, daß die Frau diese und ihren Freund Moni beschuldigt. Sie laufen davon, doch Moni wird von der Polizei erwischt und abgeführt. Don Pedro ist über den Vorfall blind vor Wut. Er befürchtet, daß Moni unter Druck mehr erzählt als für Pedro nützlich ist. Am nächsten Tag entdeckt Juliana, daß Gusano das geklaute Geld besitzt. Es kommt zu einer turbulenten Szene. Don Pedro verprügelt seinen eigenen Adjudanten. Nun herrscht offene Feindschaft zwischen Cobra und „Julian“. Inzwischen hat Juliana ihre Mutter wiedergesehen und erfahren, daß sie sich von dem Stiefvater trennen will. Als Juliana von der Begegnung ihrem Bruder erzählt, werden sie von Cobra belauscht. „Julian ist ein Mädchen, eine Biene, eine Puppe!“ schreit er voller Wut Don Pedro entgegen. Es kommt zu einem offenen Kampf. Aber Juliana weiß, daß sie jetzt nichts mehr zu verlieren hat. Sie verlangt ihr Recht und fordert die Jungen auf, sich nicht mehr unterdrücken zu lassen.
(gr-03-11-03)