Im 16. Jahrhundert schließt sich der Dominikanerpriester Santiago einem Trupp spanischer Eroberer in Südamerika an, um die Indianer zu missionieren. Die Gruppe wird schnell aufgerieben, Santiago von Indianern gerettet. Die haben wenig Interesse an seinen Missionsversuchen. Stattdessen beschließen sie, er müsse sich dem Leben im Dorf anpassen…
Zu Beginn des 16. Jahrhunderts schließt sich der Dominikanerpriester Santiago einem Trupp spanischer Eroberer an, um den Indios die Segnungen des christlichen Glaubens zu bringen. Er ist beseelt von seiner Mission und nimmt die Gewaltakte in Kauf, die die übrigen Expeditionsteilnehmer zur Durchsetzung ihrer ganz weltlichen Interessen gegen sie praktizieren. Der Trupp verirrt sich in einem Sumpfgebiet und wird schließlich von den Indios getötet. Nur den Priester lassen sie am Leben, beziehen ihn sogar in ihre Gemeinschaft ein. Santiago begreift dies nicht als Chance, sondern versucht weiter, sie im Zeichen des Kreuzes zu missionieren. Da unternehmen die Indios einen handgreiflichen Akt der Bekehrung in einer Art lnitiationsritus. Der fromme Mann wird einer der Ihren, bis erneut die Spanier kommen.
L. A. Lamata legt in seinem erstaunlichen Erstlingsfilm größten Wert auf die ausführliche Darstellung der indianischen Lebensformen, den kollektiven Geist der Indios, ihre Harmonie mit der Natur. Der Konflikt des Priesters wird zum ,Aufeinandertreffen zweier Kulturen‘, bei dem die westliche Zivilisation als die eigentlich barbarische erscheint.
Ein Dominikanerpater erhält zu Beginn des 16. Jahrhunderts von seinem Bischof den Auftrag, deutsche Conquistadoren auf der Suche nach dem geheimnisvollen Mar del Sur als Seelsorger zu begleiten. Die hehre Aufgabe wird zum Alptraum, als der Pater begreifen muß, daß nicht Missionierung das Ziel ist, sondern Unterwerfung und Ausrottung, daß Verschlagenheit, Brutalität, Habgier und Größenwahn die Männer leiten. Eine bildgewaltige Auseinandersetzung mit der „Wunde Conquista“, die die Fülle der Probleme meisterlich darzustellen versteht. Auch in der Entwicklung des Dominikaners zu unmittelbarer Gottesnähe überzeugend.
Quelle: Lexikon des internationalen Films 2000/2001 (CD-ROM)
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