Jeder siebte Mensch auf der Welt ist eine chinesische Bäuerin oder ein chinesischer Bauer. In eineinhalb Millionen Dörfern in China leben heute etwa 800 Millionen Menschen – das ist mehr als die Hälfte der Gesamtbevölkerung. Jahrtausendelang haben die Bauern die chinesische Geschichte und Kulturlandschaft geprägt. Sie waren es, die die Geburt des kommunistischen China 1949 und Maos Revolution entscheidend mitgetragen haben – und die in der großen Hungersnot Ende der 1950er-Jahre einen hohen Preis für die Revolution zahlten. Heute ist die Zeit der Volkskommunen vorbei, das Land wird unter den Familien im Dorf gerecht verteilt. Doch das Huko(Verteilungs)-System befindet sich im Umbruch. Die Ackerflächen werden immer kleiner und 150 bis 200 Millionen ehemalige Bauern ziehen auf der Suche nach Gelegenheitsarbeiten von Stadt zu Stadt.
Die Filmemacherinnen haben zwischen 2002 und 2005 in drei chinesischen Dörfern zahlreiche Interviews geführt und das Alltagsleben filmisch dokumentiert – ohne jede Zensur.





