Eigentlich hat der sechsjährige Vanya viel Glück: Das russische Heimkind ist von einer zwielichtigen Adoptionsagentur ausgewählt und für ein kinderloses Ehepaar aus Italien vorgesehen worden. Er könnte das Kinderheim, in dem die Kinder durch Betteln und Prostitution selbst für ihren Lebensunterhalt sorgen müssen, verlassen und ein schönes Leben führen. Was aber, wenn seine Mutter ihn doch noch abholen käme. In Italien würde sie ihn nicht mehr finden. Also beschließt Vanya, selbst nach seiner Mutter zu suchen. Mit aller Kraft und Ausdauer, die einem Sechsjährigen zur Verfügung steht, macht er sich auf die Reise. Es braucht nicht nur viel Phantasie, in einem verarmten, unwirtlichen Russland zum Ziel zu kommen, er muss auch mit den Inhabern der Adoptionsagentur fertig werden, die ihre „Beute“ nicht so einfach verlieren wollen.
Mit „Der Italiener“ zeigt das Allerweltskino einen Film aus einer Gesellschaft, die sich auch fünfzehn Jahre nach dem Ende des Sozialismus immer noch im Übergang befindet. Der Hoffnungslosigkeit des Alltags setzt der Film eine Utopie der Hoffnung entgegen. Denn die Welt von Kindern ist ein Universum mit eigenen Gesetzen, und manchmal spricht das Herz lauter als der Verstand.
Die Kinderjury der Berlinale 2005 zeichnete den Film mit einer „Lobenden Erwähung“ aus.
Die Produzentinnen Olga Agrafenina und Galina Antoschewskaja sind eingeladen.
Eine Veranstaltung mit dem 16. Kölner Kinderfilmfest CINEPÄNZ www.cinepaenz.de , www.jfc.info

