Dokumentarfilm zum Thema Fundamentalismus: Indien versteht sich als säkularer Staat, dessen größte Bedrohung die „Welt-Hindu-Organisation“ darstellt. Sie richtet sich an die Hindu-Mehrheit mit dem Versprechen, Indien als Hindustaat neu zu definieren und ist bereit, diese Forderung mit Gewalt durchzusetzen. Der hinduistische Fundamentalismus wurde zu einem direkten Sprungbrett zu politischer Macht.
Die Moschee in der indischen Stadt Ayodhya steht der Überlieferung nach exakt auf der Geburtsstätte des Hindugottes Rama. Grund genug für religiöse Fanatiker, den Abriß des muslimischen Gebetshauses und die Errichtung eines Tempels zu fordern. Der Dokumentarfilm deckt die Hintergründe des vorgeblich „nur“ religiösen Konflikts auf, zeigt die Drahtzieher und deren Machenschaften, die den verfassungsmäßig säkularisierten Staat Indien in einen Hindu-Staat verwandeln wollen. Ein erschütterndes Dokument des Fanatismus, der sich immer häufiger in Gewalttaten entlädt. (Der Film wurde 1992 mit dem Preis
der OCIC in Nyon ausgezeichnet.)
Quelle: Lexikon des internationalen Films 2000/2001 (CD-ROM)
