Jahrtausendelang haben die Innu-Indianer die Halbinsel von Labrador durchstreift. Ihre traditionelle Lebensweise ist bis in die 50er Jahre hinein erhalten geblieben. Industrialisierung und die Nutzung ihres Landes als militärisches Übungsgebiet zwingen sie, sich in Dörfern anzusiedeln. Die Innu hegen die Befürchtung, daß ihre Kultur dem Untergang geweiht ist. Doch es gibt auch Überlegungen, sich zu wehren.
1988 besetzen Hunderte von Innu die Startbahnen der kanadischen Streitkräfte der Goose Base auf Labrador und beginnen eine zivile Gehorsamsverweigerungskampagne, die die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit erregt. Jahrtausende lang haben die Innu-Indianer die Halbinsel von Labrador zu Fuá und mit Kanus durchstreift, um Karibus in einem der kältesten Erdklimaten zu jagen. Seit ihrer ersten Begegnung mit Europäern im 16.Jahrhundert bis in die Mitte des unsrigen blieb ihre traditionelle Lebensweise erhalten. In den Fünfziger Jahren jedoch eigneten sich Industrielle und Regierungen deren Land an, in der Absicht, dort Minen und Wasserkraftwerke zu errichten. Die Innu waren gezwungen, sich in Dörfern niederzulassen, was den Untergang ihres Stammes, hervorgerufen durch Alkoholismus und andere soziale Probleme, besiegelt. Die Jäger und ihre Familien kehrten für einige Zeit in den Busch zurück, um das überleben zu sichern. Doch sie hegen die Befürchtung, daß ihre Kultur dem Untergang geweiht ist. Raketenabschußrampen werden in ihrem Gebiet aufgestellt und europäische Tiefflieger verbreiten Lärm, Verschmutzung und Gefahr.
