Drei dramaturgisch geschickt miteinander verzahnte Geschichten um nordafrikanische Frauen unterschiedlicher sozialer Herkunft:
Eine 20jährige flüchtet vor den rigiden patriarchalischen Familienverhältnissen und verdient sich ihr Studium als Prostituierte; eine Frau wird von ihrem Mann, einem Universitätsprofessor, brutal mißhandelt; eine selbstbewußte Ärztin gibt ihre Erfahrungen an ihre Tochter weiter. Ein ebenso ambitionierter wie einfühlsamer
Erstlingsfilm, der die Frauen nicht nur als Opfer darstellt, sondern auch ihren Kampf um Würde beschreibt. Dabei weist ihr Schicksal über das arabisch-muslimische Milieu hinaus und erlangt universelle Bedeutung.
Leila, Amina und Naima machen auf sehr verschiedene Art brutale Erfahrungen mit der patriarchalen Männerwelt. Die Frauen stehen zwischen Tradition und Moderne und leiden unabhängig voneinander unter Unterdrückung und männlicher Doppelmoral.
Quelle: Lexikon des internationalen Films 2000/2001 (CD-ROM)
