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Hijack Stories

Hijack Stories

Sox, ein junger schwarzer Schauspieler, bewirbt sich für eine Gangsterrolle in einer Fernsehserie. Er stammt aus einer wohlhabenden Familie und hat durch seine mittelständische Erziehung und sein Leben in der Künstler- und Schickeriaszene keine Ahnung vom kriminellen Milieu in den Schwarzenghettos seiner Stadt. Beim Casting für die Rolle gibt ihm der Regisseur deshalb den Rat, sich umgehend das aktuelle „Gangsta“-Vokabular und die dazugehörige Gestik anzueignen. In Zama, einem ehemaligen Freund, der zum Bandenchef avanciert ist, findet er einen bereitwilligen Lehrer, der ihn in die Geheimnisse der Unterwelt einweist. Schon bald entdeckt Sox den Reiz des schnellen, gefährlichen Lebens und des leichten Geldes, und so verschwimmen nach und nach die Grenzen zwischen Realität und Fiktion.
Gedreht wurde der Film in den Straßen Sowetos, in denen konkurrierende Gangs um die Vorherrschaft kämpfen. Die Filmhandlung wechselt dabei bewusst zwischen Action und Sozialkritik, Tragik und Komik. Der Regisseur zeigt so eine junge Generation von Schwarzen in Südafrika, die versucht, die von politischen Kämpfen geprägte Vergangenheit zu vergessen.
Der spannend inszenierte Spielfilm aus Soweto hat, obwohl sein Regisseur zeitweise in Berlin lebt, bis heute keinen deutschen Verleiher gefunden.
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