Öffnet in einem neuen Tab

Heremakono

Heremakono

Die Seele des Films ist der kleine Khatra, der in Nouadhibou bei dem alten und weisen Elektriker Maata in die Lehre geht. In ihrem Heimatort, einer kleinen Hafenstadt an der Küste Mauretaniens, stranden Menschen unterschiedlichster Herkunft, die auf die Weiterreise nach Europa warten. So auch Abdallah, ein junger Mann, dem sich Kathra neugierig nähert. Ihre Verständigung funktioniert auch ohne gemeinsame Sprache. Aus dem, was Khatra von diesem und anderen Fremden erfährt – oder zu erfahren glaubt -entwirft er eine Fantasie-Welt, aus der er Stärke und Zuversicht bezieht. Khatra verkörpert die Hoffnung auf eine Jugend, die nicht vom Weggehen träumt, sondern sich den alltäglichen Heraus-forderungen in Afrika stellt, so wie sein Lehrmeister, der Elektriker Maata, der den Fischern das Licht bringt und niemals diesen Ort verlassen würde. Die Begegnungen von Maata und Khatra, ihre verbale und nonverbale Kommunikation, sind Szenen, die in Erinnerung bleiben.
Heremakono war der herausragende Film des diesjährigen panafrikanischen Filmfestivals in Ouagadougou und wurde nicht nur mit dem Hauptpreis des FESPACO 2003 ausgezeichnet, sondern – aufgrund seiner außergewöhnlichen Farbkompositionen bei der Präsentation der Wüstenlandschaften, der Ortschaft und ihrer BewohnerInnen – mit dem Preis für das beste Produktions-Design.
www.filminitiativ.de
www.fespaco.bf