Im Flüchtlingslager gilt Haifa, benannt nach der Stadt seiner Träume, als gutmütiger Narr und ist in den meisten Häusern ein gern gesehener Gast. Die verschiedenen Begegnungen Haifas und die Ereignisse im Lager verdichtet Regisseur Masharawi zu einem Kaleidoskop palästinensischer Hoffnungen und Gefühle in einer Welt des Umbruchs.
Die Aufbruchstimmung in einem palästinensischen Flüchtlingslager des Jahres 1993 ist von Vorsicht und unterdrückter Leidenschaft gekennzeichnet. Während die Familie eines ehemaligen Polizisten um ein normales, gutes und ehrbares Leben kämpft, macht ein Freund immer wieder auf die trügerischen Hoffnungen und das kaum zu verdrängende Leid aufmerksam. Ein berührender, eindringlich
gespielter, gefühlvoller, aber auch sehr behutsam inszenierter Film, der die allgemein menschliche Dimension seiner Geschichte ausleuchtet, aber auch immer auf die politischen Gegebenheiten verweist.
Quelle: Lexikon des internationalen Films 2000/2001 (CD-ROM)
