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GUANTANAMERA

GUANTANAMERA

Die Regisseure von „Erdbeer und Schokolade“ präsentieren ihr nächstes Werk: ein makabres Road-Movie um einen Leichentransport, der voller Hindernisse steckt, zugleich aber auch eine anrührende Liebesgeschichte, temporeiche Komödie und beißende Polit-Satire auf die kubanische Kunst des Überlebens und des Improvisierens.

Ein kubanischer Leichenbestatter versucht, sich mit einem neuen Plan Ansehen seitens seines Amtes zu verschaffen. Als erste will er die verstorbene Tante seiner Frau von Guantanamera nach Havanna bringen. Auf dem Weg durch die Provinz, wo Improvisation und Schwarzhandel blühen, trifft seine Frau, eine entlassene Dozentin, einen ihrer ehemaligen Studenten wieder und merkt, daß
ihre Ehe am Ende ist. Gutiérrez Alea, der Altmeister des kubanischen Kinos (er starb am 16. April 1996), knüpft mit diesem humorvollen Roadmovie an seine früheren Filme an, die die kubanische Sonderstellung analysieren. Deutlich bezieht er Stellung zu Mangelwirtschaft und Bevormundung, ohne plakativ anzuklagen. (Fernsehtitel: „Guantanamera – Eine Leiche auf Reisen“)

Quelle: Lexikon des internationalen Films 2000/2001 (CD-ROM)