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Genghis Blues

Ghengis Blues

Als Paul Pena, der blinde “Blues-Mann”, zum ersten Mal den Obertongesang aus Tuva hört, ist er so fasziniert, dass er damit beginnt, sich diese Gesangstechnik selbst beizubringen. Kongar-ol Ondar, ein Meister dieses Gesangs, lädt ihn neun Jahre später zum Obertongesang-Wettbewerb nach Tuva ein – einem vergessenen Land irgendwo zwischen Sibirien und der Mongolei.

1995 bereist Paul Pena Tuva und nimmt als erster Amerikaner an dem ungewöhnlichen Wettbewerb teil. Die beiden Filmemacher begleiten ihn auf dieser Reise.

Der blinde Bluesmusiker Paul Pena entdeckt 1984 das tuvanische Obertonsingen durch Zufall auf einem Kurzwellenprogramm von Radio Moskau. Mehrere Stimmen ertönen aus einem einzigen Sänger.
Der Klang packt Pena, der schon mit sämtlichen Bluesgrößer der USA auf der Bühne stand, mehr als alles, was er je zuvor gehört hat. Fasziniert von dieser Art des Singens arbeitet er die nächsten Jahre daran, ähnliche Obertöne mit seiner eigenen Stimme zu erzeugen und Obertongesang in seine Blues-Musik zu integrieren.

1993 erfährt Pena, dass tuvanische Obertonsänger auf Tournee durch die USA unterwegs sind. Er besucht ihr Konzert und bringt ihnen nach ihrem Auftritt ein Ständchen tuvanischer Volksweisen. Die Obertonsänger sind begeistert, wie meisterlich Pena ihre Kunstform beherrscht, und vergleichen seine volle Stimme mit dem Grollen bebender Erde. Kongar-ol Ondar, der Meister des tuvanischen Oberton-Gesangs, lädt ihn spontan zum nächsten Gesangswettbewerb nach Tuva ein.
So kommt es, dass Paul Pena 1995, elf Jahre nachdem er zum ersten Mal Obertongesang gehört hat, das Nationaltheater von Tuva betritt, um Geschichte zu machen. Die Darbietung des Bluesmusikers kommt so gut an, dass er in der Kategorie “kargyraa” gewinnt. Außerdem erhält Pena den Publikumspreis des einwöchigen Festivals.

Die Tuvaner haben noch nie zuvor jemanden wie ihn gesehen oder gehört:: “Chershemjer” (Erdbeben), wie sie Paul Pena nennen, hat ihre Herzen erobert, nicht nur, weil er das “kargyraa” meisterlich beherrscht, sondern auch, weil er sich die Mühe gemacht hat, ihre Sprache zu lernen.
Als Penas Gastgeber führt Kongar-ol Ondar ihn durch sein Land, von dem sich der Bluesmusiker nie ausgemalt hätte, dass er es jemals betreten würdeGENGHIS BLUES handelt von Entdeckungfreude und Freundschaft. Es ist die Geschichte eines Mannes, dessen lebenslanger Kampf nicht von Anpassung und Regeln geprägt ist, sondern von unstillbarer Neugier und der Liebe zur Musik. Penas Geschichte ist wahrhaftig eine Inspiration für uns alle.
Deshalb wurde GENGHIS BLUES auch dieses Jahr für den Oscar nominiert. Darüber hinaus erhielt der Film weltweite Auszeichnungen und Preise; besonders gefeiert wurde er von des Festivalbesuchern: auf dem SUNDANCE FILMFESTIVAL, dem FLORIDA FESTIVAL sowie den Internationalen Filmfestivals in Vancouver, San Francisco, Taipeh (Taiwan) und Galway (Irland) wurde GENGHIS BLUES mit dem Publikumspreis ausgezeichnet.