„Gabbeh“ heißen die Teppiche, die die Nomaden im Südosten Irans herstellen. Gabbeh heißt auch die schöne Erzählerin, die einem solchen Teppich entsteigt, um ihre Geschichte zu erzählen. Die Geschichte einer unerfüllten Liebe… – Regisseur Machmalbaf wollte ursprünglich einen Dokumentarfilm über die Nomaden Irans drehen. Seine phantastischen Aufnahmen brachten ihn zu dem Entschluß, einen märchenhaften Spielfilm zu erstellen, einen Film im Einklang mit dem Selbstverständnis der Nomaden.
Märchenhaft aufgebauter Spielfilm, der ursprünglich als Dokumentation über Nomadenstämme im Südosten Irans konzipiert war. Teppiche mit erzählenden Motiven, sogenannte Gabbehs, spielen eine zentrale Rolle im Leben der Stämme, in ihnen spiegeln sich profane Dinge des Alltags ebenso wie transzendente Erfahrungen. Gabbeh heißt auch ein junges Mädchen, das in der Rahmenhandlung des Films seine eigene Geschichte einer unerfüllten Liebe erzählt. Mit großer Gelassenheit und dennoch hochartifiziell gelingt es dem Film, die eigene Filmsprache mit dem ästhetischen Selbstverständnis der Nomaden in Einklang zu bringen. (Quelle: Lexikon des internationalen Films 2000/2001 (CD-ROM))
