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Frenzy

ABLUKA
Tüpisch Türkisch No. 11

Istanbul in der nahen Zukunft: Chaos und Gewalt regieren, militante Gruppen sind auf dem Vormarsch, der Polizei entgleitet die Kontrolle über die Außenbezirke. Ein neugeschaffener Geheimdienst wirbt Kadir aus dem Gefängnis heraus an, damit der im Müll der Elendsviertel nach verdächtigen Chemikalien sucht – Material zum Bombenbau, möglicherweise.
Kadirs Bruder Ahmet erschießt für eine andere Behörde Straßenhunde, und keiner traut keinem mehr…

Frenzy, apokalyptische Vision eines Istanbuls im Ausnahmezustand, ist mittlerweile näher an der Realität dran als der Regisseur Emin Alper beabsichtigt hatte. ‚Wenn es einen Film gibt, der uns vor Augen führt, wohin ein Land und seine Gesellschaft driften, wenn Ausgrenzung und Verdacht bestimmend werden, dann dieser. […] eine ausgeklügelte Tonspur verleiht den düsteren Bildern den Abgrund, in den wir fallen, wenn nur noch das Dunkel regiert. Staatliche Gewalt und jene des Terrors sind nicht mehr zu unterscheiden. Kein gemütliches, aber ein ungemein starkes und beängstigend aktuelles Kinostück.‘ (Walter Ruggle, trigon-film, über ‚Frenzy‘, Jurypreis-Träger von Venedig)