Von der Idee besessen, eine große Oper in das noch unberührte Gebiet des Amazonas bringen zu wollen, erreicht Fitzcarraldo sein Ziel durch ein gefährliches Unternehmen, bei dem ein Schiff über eine unpassierbare Urwaldhöhe transportiert werden muß. Die filmische Realisation dieser Abenteuergeschichte gewinnt Reiz und Spannung aus der gewaltigen Kulisse und dem Widerstand einer exotischen Urlandschaft. Von Werner Herzog sehr aufwendig in den Mitteln, aber mit unspektakulärer Ruhe und scheinbarer Leichtigkeit inszeniert. (filmdienst)
Fitzcarraldo träumt von der großen Oper mit Caruso, im Urwald des Amazonas. Und dafür vollbringt er das Unmögliche: mit Hilfe eines Indigenen-Volkes muß ein gewaltiger Dampfer über den Berg geschleppt werden, von einem Fluß in einem anderen, um einen durch Stromschnellen unpassierbaren Teil zu umgehen. Denn dahinter liegt ein riesiges Kautschukgebiet, mit dessen Erschließung Fitzcarraldo seinen phantastischen Traum finanzieren will. Ein besessener Phantast versucht mit allen Mitteln, seinen kühnen Traum zu verwirklichen: die große Oper im Urwald. Der Opernfanatiker Fitzcarraldo (Klaus Kinski) kauft die Nutzungsrechte für ein Kautschukgebiet am Amazonas, das er billig bekommen kann, weil es als unzugänglich gilt. Mit dem Kautschuk will er soviel Geld verdienen, daß er im Dschungel ein Opernhaus bauen kann. Unterstützung bekommt er nur von der Bordellbesitzerin Molly (Claudia Cardinale). Fitzcarraldo stellt sich eine Mannschaft zusammen aus den merkwürdigsten Typen, fährt einen Nebenfluß des Amazonas hinauf und kommt endlich an sein Ziel. Hilfe und Unterstützung, damit der Dampfer über den Berg geschleppt werden kann, findet er bei Indigenen, die fasziniert dem Grammophon lauschen, das Caruso’s Opernarien in den Urwald hineinschreit.
