Aus einem ursprünglich als dritte Episode für „Chungking Express“ (Allerweltskino vom 11.03.1997) geplanten Entwurf entwickelt der Regisseur die Geschichte von „Killer“ und „Agent“, deren größte Angst darin besteht, aus ihrer „Arbeitsbeziehung“ eine Liebesgeschichte werden zu lassen. – Wong Kar-wai führt in schwindelerregenden Bildern die bewußte Isolierung, das Selbstmitleid und die sich selbst beigebrachten Wunden des modernen Menschen vor Augen. Wong Kar-wai: „Der Film hat damit zu tun, sich das eigene Glück zu erhalten. Menschen verlassen einen, aber nicht Erinnerungen.“
Kaleidoskopartig mit- und ineinander verflochtene Geschichten von fünf Einzelgängern im Moloch Hongkong, im Zentrum ein berufsmüder Profi-Killer, der selbst zum Opfer wird, als er die Liebe seiner Auftraggeberin nicht zu erwidern vermag. Ein meisterhaft, zugleich einfach und hochkomplex komponierter Film, der in immer wieder neuen Perspektiven die Facetten einer Stadt auffächert, die nur im Nachtzustand zu existieren scheint. Herkömmliche Kommunikation findet längst nicht mehr statt, so daß er voller Lakonie und Trauer das klaustophobische Bild einer Gesellschaft in Auflösung entwirft.
Quelle: Lexikon des internationalen Films 2000/2001 (CD-ROM)
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