„Im Jahre 2000 dienten 300 000 Kinder in bewaffneten Konflikten in über dreißig Ländern der Erde. Fast 120 000 dieser Kinder kämpften in verschiedenen Konflikten des afrikanischen Kontinents“ ist im Abspann des Films zu lesen. Der Spielfilm verleiht denen, die sich hinter den Zahlen verbergen, Gesichter – so dem Protagonisten Ezra, der mit 7 Jahren zum Kriegsdienst gezwungen wird und seiner Mitkämpferin Cynthia. Zunächst erscheint die Verantwortung Ezras für Kriegsverbrechen ebenso fest zu stehen wie die Notwendigkeit seiner Bestrafung. Doch dann fördert die „Wahrheits- und Versöhnungskommission“, Fakten zu Tage, die das Gericht (und damit dem Kinopublikum) Schuld und Sühne anders bewerten lassen.
Der Regisseur will nicht nur Probleme aufzeigen, sondern auch zu deren Lösung und den notwendigen gesellschaftlichen Veränderungen beitragen: „Ezra verweist auf das Desaster, in dem wir leben“, erklärte er und „auch wenn manche dafür mehr Verantwortung tragen als andere, so liegt es doch an uns allen, die bedrückenden Zustände zu verändern.“
Ein Vortrag des Regisseurs und Ausschnitte (19 Min., engl.): www.ted.com/index.php/talks/newton_aduaka_tells_the_story_of_ezra.html



