Von der gelben Wüste im Niger bis zu den weißen Schneefeldern Grönlands. Zwölf Monate reiste der Filmemacher Nikolaus Geyrhalter („Pripyat“) mit seinem Team durch die Welt. In zwölf Episoden hat er die Traditionen und Riten, die kleinen Eigenheiten, den Stolz und die Schönheit der Menschen, die er traf, festgehalten. In wunderbaren Bildern gibt er Zeugnis auch vom Einfluss der Modernisierung auf das Alltagsleben, das in vielen Teilen der Welt bis vor kurzem noch von der Tradition bestimmt war.
Die 12 Episoden:
Januar 2000: Ekeschi, Ayr, Niger
Man braucht Geduld, um am Rande der Wüste überleben zu können. Doch immer mehr Tuareg ziehen in die Stadt…
Februar 2000: Karigasniemi, Samiland, Finnland
Die Einsamkeit macht den Menschen in der Samischen Tundra zu schaffen. Zur Gesellschaft gibt es nur Schneehühner und Rentiere.
März 2000: Ombivango, Kaokoland, Namibia
Komplizierte Beziehungen: Kapyarukoro muss sich ihren Mann mit einer zweiten Frau teilen.
April 2000: Dambol Territory, Irian Jaya, Indonesien
Die Sagopalme ist die Lebensgrundlage im Dschungel von Irian Jaya – ihr Mehl dient als Nahrung und ihr Holz als Bausubstanz für die Häuser im Wipfel der Bäume.
Mai 2000: Siorapalu, Thule, Grönland
Die Männer machen sich auf die gefährliche Jagd nach den Robben. Doch ihre Lebensgrundlage ist in den letzten Jahren mehr und mehr in Verruf geraten.
Juni 2000: Manmoyi, Arnhem Land, Australien
Zwischen zwei Welten – die Kinder der Aborigines finden scheinbar mühelos ihren Weg zwischen Tradition und Moderne.
Juli 2000: Umla, Ladakh, Indien
Für große Politik bleibt in der kleinen Gemeinde in Ladakh – unweit der umkämpften Kaschmirregion – keine Zeit, die Bewältigung des Alltags fordert alle Kraft.
August 2000: Kantek Ko Jawun, Sibirien, Russland
Durch die Ölbohrungen in der Tundra ist die Existenz des Rentierzüchters Kechimov und seiner Familie bedroht – die zerstörte Natur kann sie nicht mehr ernähren.
September 2000: Zhong Shi, Yunnan, China
In der Familie der 87-jährigen Gao wird das „Walking-marriage“-System praktiziert, bei dem die verheirateten Familienmitglieder keinen eigenen Hausstand gründen.
Oktober 2000: Thárros, Sardinien, Italien
Das Fischerleben ist hart: Die Gewässer sind leergefischt, doch die Händler wollen nur schöne, besondere Exemplare, nicht Luigis von Sandwürmern zerfressene Fische.
November 2000: New Aiyansh, British Columbia, Kanada
Als Kind durfte Dennis Nyce seine indianische Muttersprache Nisga’a im Internat nicht sprechen. Heute versucht er als Bildhauer, zu seinen Wurzeln zurückzufinden.
Dezember 2000: Falalap, Woleai Atoll, Mikronesien
Alle zwei Jahre wirft ein amerikanischer Transportflieger Geschenkpakete des Roten Kreuzes ab – doch vieles davon ist für das Leben im Dschungel untauglich.



