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Eisenerde – Kupferhimmel

Der Außenseiter Tashbash leidet besonders unter den Anfeindungen des Bürgermeisters Sefer, bis er einen Fluch gegen sein anatolisches Dorf ausspricht. Man besinnt sich einer alten Legende und sieht in ihm einen Heiligen. Das Dorf verfällt einem sanften Wahn, bei dem nur Tashbash einen klaren Kopf behält. Sefer sucht seine Macht mit Hilfe des Militärs zu retten, doch dies gelingt ihm nur vordergründig. Durch den Fluch wird er völlig isoliert.

Wie eine Fata Morgana taucht ein einsamer Reiter auf in einem abgelegenen anatolischen Gebirgsdorf. Die Einwohner nehmen dies als Zeichen dafür, daß der mächtige Efendi Adil bald den Tribut einfordern wird, verstecken Hab und Gut, leben von da an in den bescheidensten Verhältnissen in der Hoffnung, so den mächtigen Herrn täuschen zu können. Doch der Efendi läßt auf sich warten, schweigt. In der gespannten Atmosphäre des im Schnee versinkenden Orts wuchern Gerüchte. Verleumdungen, Verdächtigungen. Die althergebrachte Ordnung gerät ins Wanken durch die Sehnsucht der Bauern nach einem religiösen Führer, den sie in Tashbash sehen, dem Einzigen, der sich an all den Umtrieben nicht beteiligt. Wegen des Aufstiegs von Tashbash bangt der Bürgermeister um seine Macht, stürzt den Heiligen wider Willen schließlich mit Hilfe der Gendarmerie. Zülfü Livaneli erzählt diese gogolnahe Geschichte mit Witz und poetischer Kraft. (Info West3 Nr. 47/90)