Der Film erzählt von Tschaman, einem neunjährigen Jungen, der mit seiner Familie in Turkmenien lebt. Tschaman fühlt sich bei der Mutter wohl, spielt gerne mit seinen sechs Schwestern, schaut im Fernsehen die beliebten Hase-Wolf-Geschichten an, wetteifert lieber beim Malen und Stricken, als seinen Mut durch einen Sprung von der Brücke zu beweisen. Der Vater, der weitab von der Familie in der Wüste als Schafhirte arbeitet, fürchtet, daß sein Junge in dieser Umgebung zu sehr verweichlichen könnte. Während der Ferien nimmt er ihn deshalb mit hinau ins Lager, wo er zusammen mit dem Großvater eine riesige Schafherde versorgt. Widerwillig geht Tschaman mit, hat anfangs vor allem Angst und lernt allmählich, sich in der rauhen Natur zurechtzufinden. Tschaman muß helfen, als die Mutterschafe vorzeitig zu lammen beginnen, und er erkennt, welches Schicksal den sorgsam gehüteten Lämmern zugedacht ist, daß sie wegen der Pelze geschlachtet werden sollen. Da läßt der Junge die Lämmer nachts frei und treibt sie zwischen die Muttertiere auf die Weide…
Tschman sehnt sich nach Hause, so daß er eines Tages ausreißt. Als er jedoch hört, daß ein schwerer Sandsturm dem Lager droht, kehrt er zurück. Er will den Großvater mit der Herde nicht allein lassen.
