Öffnet in einem neuen Tab

Ein Mann, der schreit

Un homme qui crie

Tschad ist ein vom Bürgerkrieg zerrissenes Land, das für die meisten Menschen einen weißen Fleck auf der Landkarte darstellt.
Regisseur Haroun erzählt in minimalistischen, durchkomponierten Bildern die Geschichte eines Vater-Sohn-Konflikts von tragischem Ausmaß. Adam ist seit 30 Jahren Bademeister in einem Luxushotel in N’Djamena, der Hauptstadt des Tschad. Als er von seinem Sohn aus seinem Job verdrängt wird und als Schrankenwärter arbeiten muss, missgönnt er seinem Sohn den Erfolg und seine Jugend. Er verrät ihn an die Bürgerkriegsrebellen, der Sohn muss mit ihnen an die Front. Nun kann Adam seinen alten Job im inzwischen verwaisten Hotel wieder ausüben. Glücklich damit ist er aber nicht. Schließlich macht er sich auf die Suche nach seinem Sohn …

– Nur beiläufig führt uns der Regisseur einen der vergessenen Bürgerkriege in Afrika ins Bewusstsein, das Drama eines Kontinents und seiner dysfunktionalen Regierungen.
In Cannes wurde sein Film mit dem ‚Preis der Jury‘ ausgezeichnet.