Shezad, ein pakistanischer Flüchtling, und Xiao, ein chinesischer Kellner, finden über ihre Träume von einer eigenen Existenz in ihrer neuen Heimat zueinander. Doch dann wird Shezad abgeschoben. Eine leise, ohne viele Worte, einfühlsam, genau und witzig erzählte Geschichte.
Ungeduldig wartet der Pakistani Shezad in Hamburg auf seine Anerkennung als politischer Flüchtling. Er will mit dem chinesischen Kellner Xiao ein eigenes Lokal eröffnen. Aber die Asylbehörde zerstört ihre Träume. Shezad, ein junger pakistanischer Flüchtling, verkauft nachts im Hamburger Kneipenviertel Rosen. Seine erste Begegnung mit Xiao, Kellner in einem heruntergekommenen chinesischen Restaurant verläuft feindlich, da dieser die Anweisung erhält, Shezad hinauszuwerfen. In genau diesem Restaurant findet Shezad einen Job als Tellerwäscher und Suppenkoch. Vorsichtig überwinden die beiden ihre Scheu voreinander und entdecken ihren gemeinsamen Traum von einer eigenen Existenz, von einem eigenen kleinen Restaurant. Ob dieses ein chinesisches oder ein pakistanisches sein wird, ermitteln sie durch einen Kochwettbewerb im Asylantenheim, in dem Shezad wohnt. Das Geld, das sie benötigen kann Shezad verschaffen, doch kurz vor der Eröffnung wird er von den deutschen Behörden abgeschoben.
„Jan Schütte erzählt mit ‚Drachenfutter‘ ein im Grunde trauriges Märchen von zweien, die gut etwas zusammen machen könnten, denen man in Deutschland aber keine Chance läßt.“ (filmdienst)
Dennoch geht es nicht darum, mit erhobenem Zeigefinger deutsches Asylrecht zu kritisieren. Vielmehr wird einfühlsam und poetisch eine Annäherung an das Schicksal von Asylanten gesucht, und beiläufig um Einsicht und Toleranz geworben. (Broschüre alle(r)weltkino II/88)
