Do Sanh wurde als achtjähriges Kind 1970 im Vietnamkrieg lebensgefährlich verletzt. Er überlebte auf einem deutschen Lazarettschiff mit Behinderungen, kam in deutsche Krankenhäuser und Heime. Zurück in Vietnam 1974: Bettler und Kinderarbeiter, Umerziehungslager, Familiengründung, Rikschafahrer, Krankenhausaufenthalte, starke Schmerzen, Morphium- und Drogenabhängigkeit, AIDS. 1996 starb Do Sanh im Alter von 35 Jahren.
28 Jahre lang wurde er von Hans-Dieter Grabe filmisch begleitet. Dieser letzte Film stellt auch ein Resumée dieser Erfahrung dar. „Wo beginnt die Ausbeutung eines Lebens, eines Sterbens?“ fragt sich der Regisseur nach dem Tode Do Sanhs.
Ein in mehrfacher Hinsicht riskantes Filmprojekt, aber absolut souverän und integer bewältigt. (taz)
„Do Sanh“ ist von einer Dichtheit, die selten geworden ist im Dokumentarbereich. Er schockiert und er erheitert. Es ist ein Film mit Hoffnung, auch wenn es für Do Sanh keine Hilfe gab. (Stuttgarter Zeitung)
Wie selbstverständlich gelingt es Grabe, Zeitgeschichte und Biographie, Politisches und Persönliches so zu verschränken, dass sie sich wechselseitig beleuten und kommentieren. (FAZ)
