Brasilien, Ende des letzten Jahrhunderts. Der Nordosten wird durch eine Reihe von Dürreperioden heimgesucht. Im Staat Bahià ziehen ganze Familien heimatlos umher. 30.000 Menschen scharen sich um den charismatischen Antonio Conselheiro. Zwischen 1893 und 1897 siedeln sie in Canudos als eine Art frühchristlich-sozialistische Gemeinschaft. Dann läßt die Regierung Canudos von einer Söldner-armee angreifen und niederbrennen. Fast alle Bewohner kommen ums Leben. Doch auch die Söldner, denen das Land von Canudos als Belohnung versprochen war, werden von der Regierung betrogen.
An den Lebensumständen im Nordosten Brasiliens hat sich wenig geändert. Sieben Regisseure aus allen Landesteilen entwerfen ihre Sichtweise. Canudos gestern und heute. Die sieben Sakramente entsprechen dem Lebenszyklus der Bevölkerung. Sieben Regisseure interpretieren sie neu.
Ein unbewältigtes Kapitel brasilianischer Vergangenheit, als
Episodenfilm erzählt von sieben Filmemachern, die die Geschichte aus der Sicht der Verlierer nachzeichnen. Dabei kommen die unterschiedlichsten Darstellungsmethoden und Filmgenres zur Geltung; das Dokudrama steht neben dem Kurzspielfilm, der Animationsfilm neben der dokumentarischen Analyse.
