Lioubov war nicht einmal 14 Jahre alt, als ihre Mutter sie für eine Flasche Wodka an einen Nachbarn verkaufte. Vor ihrem gewalttätigen Mann floh sie Jahre später in den ländlichen Norden Russlands. Jetzt ist sie krank und bangt um die Zukunft ihrer neun Kinder, die sie mit Unterstützung ihrer ältesten Tochter Alessia großzieht. Um die Familie über die Runden zu bringen, arbeitet sie in einer Kolchose. Trotz der finanziellen Nöte entscheidet sie sich, noch einem fremden Kind aus einer Notlage zu helfen und bei sich aufzunehmen. Denn Lioubov ist vor allem eines: die Mutter.
Cattin und Kostomarov skizzieren auf subtile Weise das Porträt einer starken Frau vor dem Hintergrund des sozialwirtschaftlichen Strukturwandels in Russland. Ein Dokumentarfilm über den täglichen Kampf ums Überleben und die Kraft, die Menschen allen widrigen Umständen zum Trotz immer wieder aufbringen.


