Olivero lebt in Buenos Aires als Lyriker eher schlecht und er trägt seinen Weltschmerz wie eine Waffe vor sich her. Olivero sucht eine Frau. Nicht irgendeine: seine Frau muss fliegen können! Und er findet sie: Ana ist Hure, und sie fliegt mit ihm. Doch Olivero verliert sie wieder… – Ein sinnlicher, poetischer Film, der die Grenzen von Realität und Imagination verwischt. Und außerdem: Subiela dreht mit den schönsten Frauen Lateinamerikas.
Bei einem Aufenthalt in Montevideo, wo er sich gelegentlich als Werbetexter verdingt, stößt der Lyriker Oliviero auf die Prostituierte Ana – und erkennt in ihr eine Seelenverwandte, die langersehnte Frau, „mit der man fliegen kann“. Doch zu groß ist der Ballast, den beide mit sich herumtragen, zu eng sind die Rollenklischees, um endgültig aufeinander zuzugehen. Ein sinnlicher, poetischer und intelligenter Film, bei dem die zahlreich rezitierten Gedichte
zum tragenden und prägenden Moment werden: Indem die Grenzen zwischen Realität und Imagination verschwimmen, hebt sich die Logik von Raum und Zeit auf und schafft einen neuen, einen eigenen Erzählkosmos. Eine Hommage an den „magischen Realismus“ Lateinamerikas, ein eigenständiger Beitrag dazu.
Quelle: Lexikon des internationalen Films 2000/2001 (CD-ROM)

