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China

Chung Kuo

Die Reise beginnt in Peking, führt in Landkommunen und Bergdörfer, auf Märkte der Kleinstädte und endet in der Hafenstadt Shanghai. Antonioni beschreibt das „Land der Mitte“ in einem Strom von Bildern, mit festgehaltenen Augenblickserlebnissen und Ausschnitten aus dem Alltag.

Im Sommer 1972 besuchte Michelangelo Antonioni im Auftrag des italienischen Fernsehens China. Das Ergebnis ist eine überlange, aber von Zuneigung zu den einfachen Menschen geprägte Reportage. Der Regisseur befasst sich eingehend mit ihren Lebens- und Arbeitsbedingungen, wobei er über alle Unterschiede hinweg die Gemeinsamkeiten der Völker hervorheben will. Von offizieller chinesischer Seite wurde Antonioni des Imperialismus bezichtigt, da er die Errungenschaften der Revolution außer acht gelassen und sich weitgehend auf die Bedürftigkeit der Bevölkerung konzentriert habe. Auch bei der deutschen Fernsehausstrahlung des Films kam es zu Protesten von Seiten der Botschaft. Quelle: Lexikon des internationalen Films 2000/2001