Ousmane Sembène zeigt an seiner im 17.Jahrhundert. spielenden Geschichte die durch fremde Einflüsse verursachte Entfremdung des Afrikaners von seiner Geschichte und seiner Kultur auf.
In einem westafrikanischen Stamm versucht sich im 17. und 18. Jahrhundert eine Gruppe freiheitsliebender Menschen gegen die Islamisierung zu wehren. Obwohl die Oberschicht sich schon weitgehend für die neue Religion entschieden hat, lässt der Imam schließlich den König beseitigen und bemächtigt sich in einem Staatsstreich des Throns. Die letzten Ceddo werden unterworfen. Ein durch seine strenge Stilisierung und Ästhetisierung für den europäischen Zuschauer schwer entschlüsselbares Werk des Senegalesen Sembène, das zum Nachdenken über die Folgen der nicht nur materiellen, sondern auch geistigen Kolonisierung des schwarzen Kontinents anregt. Der kritische Film wurde in seinem Entstehungsland verboten.
Quelle: Lexikon des internationalen Films 2000/2001 (CD-ROM)
(rr-10-10-03)
