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Casablanca

Casablanca

Eine Gruppe von Flüchtlingen, Abenteurern, Agenten und Vichy-Polizisten trifft während des zweiten Weltkriegs in Rick’s Bar in Casablanca aufeinander. In einem internationalen Halbwelt Milieu voller Spannungen, Intrigen und politischer Repressionen scheitert die wehmütige Romanze der Frau eines ungarischen Widerstandskämpfers mit dem zynischen Barbesitzer an der Notwendigkeit, den Ehemann vor seinen Nazi-Verfolgern zu retten.

Das spannende, zuweilen witzige Melodram mit zeitgeschichtlichem Hintergrund besticht weniger durch seine Kolportagehandlung, als durch optisches Raffinement, darstellerische Präzision, dramaturgisches Timing und dichte Atmosphäre. Ein Evergreen perfekter Kinounterhaltung. 1952 gelangte eine gekürzte und durch Synchronisation verfälschte Fassung in die bundesdeutschen Kinos: Alle Hinweise auf Nationalsozialismus und Vichy-Regierung waren getilgt, die politischen Konflikte zu einer Agentengeschichte vereinfacht und der Widerstandskämpfer in einen norwegischen Atomphysiker verwandelt. Erst 1975 ermöglichte eine Neusynchronisation (ARD) die deutsche Erstaufführung der authentischen Fassung. (Lexikon des Internationalen Films)