Mit Pomp und Gloria will der Kölner Juwelier DeMestre das 100jährige Jubiläum seines Unternehmens feiern, doch die Veranstaltung wird von Demonstranten gestört. De Mestre handle mit „Blutdiamanten“, behaupten die protestierenden Globalisierungsgegner per Megaphon, bevor die Polizei einschreiten kann. Doch mit dem Einsatz der Ordnungshüter geschieht die Katastrophe: Einer der Demonstranten wird im Chaos der Ereignisse hinterrücks erschossen. Für Ballauf und Schenk bedeutet der Fall erhöhten Stresspegel: Globalisierungsgegner gegen etablierten Juwelier, da ist den Ermittlern die Aufmerksamkeit der Presse sicher. Als wäre das nicht genug, stellt sich außerdem heraus, dass der Demonstrant durch eine Waffe vom Kaliber 9mm starb. Dieses Kaliber wird aber in der Regel nur von Polizisten und sonstigen Ordnungshütern verwendet. Als Franziska die Bänder der Überwachungskameras in mühsamer Nachtarbeit überprüft hat, findet sich eine erste heiße Spur: Da ist nämlich der zwielichtige Jan Siemers zu sehen, ein international operierender, halbseidener Krimineller mit besten Kontakten im Diamantengeschäft. Die Spur führt Ballauf und Schenk nach Antwerpen…
Die Hauptdarsteller Klaus J. Behrendt und Dietmar Bär und weitere Mitglieder des Teams sind eingeladen.
Uraufführung in Zusammenarbeit mit dem WDR www.wdr.de und der Colonia Media Filmproduktion www.coloniamedia.de .
Erneut ein WDR-Tatort mit brisantem entwicklungspolitischem Hintergrund: Nach „Manila“, der den Sextourismus und den Kinderhandel in Asien thematisierte und „Minenspiel“, in dem es um die Landminenthematik geht, nun „Blutdiamanten“:
Blut- oder Konfliktdiamanten zählen zu den wichtigsten Rohstoffen, die seit Jahren die Kriege und Bürgerkriege in Afrika anheizen.
Die äußerst blutigen Konflikte in Sierra Leone, Angola und DR Kongo wären undenkbar, wenn sie nicht durch Rohstoffausbeutung finanziert würden. Diamanten, die auch in die Börsen nach Europa kommen, spielen dabei eine wesentliche Rolle. Der Schmuggel ist einfach, die Profite sind riesig.
Trotz UN-Embargos und internationaler Kampagnen, trotz Beteuerungen der Edelstein-Industrie bleibt festzustellen, dass am Luxusleben in den Industrieländern das Blut der Menschen in Afrika klebt.
Allein im Kongo sterben gegenwärtig rund 1.000 Menschen täglich am Krieg und seinen Folgen.
weitere Infos: www.medico.de
Die TV-Erstausstrahlung in der ARD ist für Sonntag, den 15. Januar 2006 geplant. Das Bundesentwicklungsministerium wird den Film mit Hintergundmaterial versehen und für den Unterricht und die Bildungsarbeit bereitstellen. Er wird im Frühjahr 2006 bundesweit in über 1.000 Medienzentralen und Stadtbildstellen in den Verleih kommen
(Infos: www.landesfilmdienste.de ).


