Orazbaj aus Usbekistan ist arbeitslos, denn er ist Direktor einer Fischfabrik – am ausgetrockneten Aralsee. Sein Vater, ein alter Fischer, pflegt seinen Kahn inmitten der Sanddünen. Das Wasser könnte ja eines Tages wiederkommen. Orazbaj hält es nicht mehr aus: als blinder Passagier landet er in Rotterdam und in der Familie von Katharina. Für sie, ihren Sohn und Orazbaj beginnt eine Zeit des stillen Glücks – bis Katharinas Mann mit Hilfe der Ausländerbehörde dem ein Ende setzt. „Ein eindrucksvolles Beispiel eines humanistischen Kinos.” (epd-film)
„Bester Spielfilm“, Filmfestival Mannheim – Heidelberg 1997!
Resigniert von den in ökonomisch und ökologischer Hinsicht katastrophalen Zuständen in seiner usbekischen Heimat, macht sich der ehemalige Direktor einer Fischkonservenfabrik als blinder Passagier auf den Weg Richtung Westen.
In Rotterdam entwickelt er zu einer jungen Frau mit Kind allmählich eine intensive Beziehung, die jäh unterbrochen wird, als die Fremdenpolizei dem Emigranten auf die Spur kommt. Ein unspektakulärer Film, der dem universellen Wunsch nach Harmonie angemessen gerecht wird, indem er sich ganz auf die
Figuren konzentriert. Schönheit gibt es weder in Usbekistan noch in Rotterdam, wohl aber in den porträtierten Menschen selbst. (O.m.d.U.; Preis der Ökumenischen Jury in Mannheim-Heidelberg 1997)
Quelle: Lexikon des internationalen Films 2000/2001 (CD-ROM)
