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Black Soldier Blues

Black Soldier Blues

Während des Zweiten Weltkriegs machten 500.000 US-Soldaten auf dem Weg zu den Schlachtfeldern auf den südpazifischen Inseln Zwischenstation in Australien. Darunter waren auch Zehntausende Afro-Amerikaner. Obwohl die japanische Luftwaffe Ziele an der nordaustralischen Küste bombardierte und die US-Truppen zur Verteidigung des fünften Kontinents anrückten, mochte die australische Regierung die schwarzen Soldaten im Jahr 1941 zunächst nicht einreisen lassen. Denn in Australien galt damals die „White Australia Policy“, eine Einwanderungspolitik, wonach nur Weiße, möglichst Angelsachsen aus Europa, dort willkommen waren.
Da der Kriegsverlauf und das US-Oberkommando der australischen Regierung schließlich keine andere Wahl ließen, als auch schwarze US-Soldaten ins Land zu lassen, setzte sie alles daran, die schwarzen GIs zu kontrollieren und zu isolieren. So durften sie z.B. in der australischen Stadt Brisbane nur bestimmte Stadtteile und Gaststätten betreten, die streng von denen der weißen Soldaten getrennt waren.
Zeitzeugen erinnern im Film daran, dass sie als Schwarze nicht nur von den australischen Behörden diskriminiert wurden, sondern auch innerhalb der US-Armee. Der Film liefert eindrucksvolles Anschauungsmaterial dafür, dass der grassierende Rassismus bis in die Schützengräben hinein reichte.