Ein Pariser Beamter bekommt nähere Bekanntschaft mit schwarzafrikanischen Bewohnern eines Altbauviertels, das er sanieren will. Diese rufen zur Abwehr dieser Gefahr einen Marabut (Zauberer) herbei, der den Bürokraten behexen soll. Doch der Marabut wird von einem abenteuerlustigen schwarzen Jugendlichen ausgetrickst und die Katastrophe beginnt ihren Lauf… Feinsinnige Komödie gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz.
Als einer Zufluchtstätte schwarzer Einwanderer in Paris der Abriss droht, soll ein heiliger Marabut aus Afrika mit seinen vermeintlichen Zauberkünsten Hilfe bringen. An seiner Stelle reißt der junge Afrikaner Lemmy den Fall an sich und sorgt mit seinen schwarzen Cousinen für Rettung in höchster Not. Thomas Gilous facettenreiches Porträt afrikanischen Lebens in Paris ist eine hinreißende Komödie, die bei allem pointierten Witz die bitteren Seiten des Immigranten-Daseins nicht verschweigt. Als Monsieur Le Gorgues (Jacques Villerel) vom Pariser Gesundheitsamt eine baufällige Moschee inspiziert, in der viele Einwanderer aus Schwarzafrika Unterschlupf gefunden haben, ist sein Urteil vernichtend: aus hygienischen Gründen muss der Bau möglichst schnell abgerissen werden. Um Bethaus und Zufluchtstätte zu retten, lassen die aufgeschreckten Muslims einen Marabut (Sotigue Kouyaté) aus Afrika nach Paris kommen. Der heilige Mann gilt als großer Zauberer und soll das drohende Unheil abwenden. Er reist in demselben Flugzeug wie Lemmy (Isaach de Bankolé), ein junger schwarzer Tausendsassa, der in Paris sein Glück versuchen will. Als Lemmy hört, was dem angeblichen Wundertäter als Honorar winkt, setzt er diesen mit einem Schlafmittel vorübergehend außer Gefecht und dient sich den schwarzen Muslims seinerseits als Marabut an. Das klappt zwar nicht nach Wunsch, Lemmy bleibt jedoch am Ball. Bei seiner afrikanischen Tante Aida (Lydia Éwandé) verbündet er sich mit seiner Cousine Amina (Khoudia Seye) und deren hübscher Freundin Anisette (Félicité Wouassi); gemeinsam geht man dran, Monsieur Le Gorgues vom Gesundheitsamt zu verhexen, damit er die Anordnung zum Abriß der Moschee rückgängig macht. Ihre Praktiken scheinen auch zu wirken; auf jeden Fall fängt der kleine Dickwanst Feuer, als Anisette ihm schöne Augen macht … „Black Mic Mac“ ist eine überschäumende Komödie voller Witz und Charme, getragen von der Spielfreude der überwiegend schwarzen Darsteller, die offensichtlich ihren Spaß daran haben, sich auch selber auf den Arm zu nehmen. Dabei werden keineswegs die Widrigkeiten verfälscht, mit denen sich die schwarzen Immigranten in Paris herumschlagen müssen – wie alle unwillkommenen Einwanderer aus der „Dritten Welt“‚ in den satten Ländern der Erde.
(EZEF Fernsehtips, Nr.71)
