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Bilfou Biga

Bilfou Biga

Die Filmemacherin Britta Wandaogo aus Köln, selbst mit einem Afrikaner verheiratet, schildert in sehr persönlichen Filmen die unterschiedlichen Lebenswelten sowie Freuden und Schwierigkeiten von interkulturellen Beziehungen.
Die ersten 20 Lebensmonate von Britta Wandaogos Tochter Kaddi-Malika bei der Familie im Dorf Tenkodogo und bei ihren Eltern in Köln. Reisen zwischen zwei Welten, die durch wenige Brücken miteinander verbunden sind.
Ausgezeichnet mit dem Spiridon-Neven-Dumont-Preis 1998

Die Kamera begleitet den Blick des Vaters Salif mit den Augen der Tochter. Ihre ersten Schritte in Zugehörigkeit, Nähe und Familie. Ein Miteinander, das sich an gelebten Werten orientiert und mit unverbrauchtem Stolz Leben entgegenblickt. Wie überlebt man als Familie ohne tausend Haltegurte?
Salif: […]
Seine Kultur zu ändern! Ich sehe absolut keinen geringsten Sinn darin seine Kultur zu ändern. Auch die tausend Sprachen, die du in deinem Leben verstehen kannst, du wirst immer das bleiben was du bist.
[…]
Begegne dem Leben tolerant, auf diese Weise wird dir viel zuteil.

„Im Zentrum des Films steht Kaddi, die Tochter Wandaogos, die mit zwei Kulturen aufwächst, einer afrikanischen und einer deutschen. Darüber hinaus setzt sich die Filmemacherin mit den unbedarften Verstrickungen des Elternpaares auseinander.
‚Keine multikulturelle Sosse, aber doch eine Familie zwischen den Welten. Wurzellos ist jeder auf eine andere Weise, alle zusammen, und jeder für sich auf einer unstetigen Suche‘ – so beschreibt Wandaogo selbst ihren Film.“
(Kölnischer Kunstverein 1999)