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Bezness – Business – Das Geschäft mit der Sehnsucht

Bezness

„Bezness“ – „Business“ – werden in Tunis die jungen Gigolos genannt, die sich bei europäischen Touristinnen ihr Geld als Liebhaber auf Zeit verdienen. Roufa, der als ‚Bezness‘ arbeitet, hat keine Skrupel, dieser Tätigkeit mit Erfolg nachzugehen. Aber zuhause, in der Familie, vertritt er insbesondere gegenüber seiner Schwester eine rigide und repressive traditionelle Moral. Als diese ihrerseits einen europäischen Photographen kennenlernt, entgleitet Roufa die Kontrolle.
„Bezness“ porträtiert eine junge Generation, die zwischen den vermeintlich freizügigen Werten der westlichen Konsumgesellschaft und jenen der traditionellen arabisch-islamischen Welt hin und her gerissen wird.

Ein tunesischer Prostituierter, der Touristinnen bedient, muß hilflos ansehen, wie seine Träume von Wohlstand und Zukunft angesichts der sozialen Wirklichkeit und Geldgier scheitern. Ein deprimierendes Drama über eine neue Form des Kolonialismus, etwas irritierend in seiner uneinheitlichen Inszenierung. Ein verabscheuungswürdiges Männerbild wird einem Frauenbild gegenübergestellt, das Hoffnung und Tradition birgt, jedoch am Umfeld zu zerbrechen droht.
Quelle: Lexikon des internationalen Films 2000/2001 (CD-ROM)
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