Vom Dokumentar- zum Werbefilm, vom Kolonialbericht zum Newsclip, von den dreißiger Jahren bis heute: in hunderten von Filmausschnitten führt uns der Regisseur Martin Baer das Afrikabild der Deutschen vor. Es zeigt sich ein Gefühlskosmos von Überlegenheitsdenken, Sehnsucht nach Ursprünglichkeit und Abenteuerlust, der häufig unfreiwillig komisch, in jedem Falle bestürzend ist, und auf keinen Fall mit Afrika zu tun hat.
Künstlerisch ambitionierter Dokumentarfilm über die Entwicklung der
Beziehungen zwischen Afrika, der Bundesrepublik Deutschland und der DDR in den letzten 50 Jahren. Die filmische Spurensuche, die teils bislang unzulängliches Archivmaterial berücksichtigen konnte, förderte Aspekte der deutschen Afrika-Politik zutage, die der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt waren. Formal bezieht der Film neben Bildern der Alltagskultur und Populärmythen auch Szenen
aus Spielfilmen, der Werbung und aus Comics mit ein.
Quelle: Lexikon des internationalen Films 2000/2001 (CD-ROM)

