Für die einen ist sie eine blutdürstige Teufelin, andere achten sie als weiblichen „Robin Hood“, Inderinnen verehren sie als Göttin, die stellvertretend für sie ihre Ehre verteidigte. Im Februar 1993 stellte sich Phoolan Devi mit ihrer Bande der Polizei. Die „Königin der Banditen“ stand damals sogar in Europa im Mittelpunkt des Interesses. Der indische Regisseur schildert in diesem umstrittenen Spielfilm die Lebensgeschichte von Phoolan Devi.
Schilderung des Schicksals der indischen Banditin Phoolan Devi, die als Elfjährige verheiratet wurde, Vergewaltigungen und Demütigungen erlitt und sich als junge Frau durch Mordtaten an der Männer- und Kastengesellschaft rächte. Die Dramatisierung des authentischen Falles ist nicht mehr als eine triviale Räuberpistole, die sich in der Darstellung von Sex und Gewalt erschöpft. Die schlichte Dramaturgie mit ihren stereotypen Figuren wird der menschlichen Tragödie in keiner Weise gerecht.
Quelle: Lexikon des internationalen Films 2000/2001 (CD-ROM)
