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Bahn unterm Hammer

Bahn unterm Hammer

Der Film zeigt zwei Gesichter der Bahn: glitzernde Bahnhofswelten mit Erste-Klasse-Service einerseits, verfallene Gleisanlagen, verlassene Bahnhöfe, überfüllte Züge andererseits. Das Filmteam Leslie Franke und Herdolor Lorenz stellt dar, wie die Bahn bereits seit Jahren auf Privatisierungskurs gesteuert wird und welche fatalen Folgen dies für die Kunden hat.
Der Film „Bahn unterm Hammer“ hat liberale Wirtschaftsprofis ebenso wie globalisierungskritische Gewerkschafter befragt: Was passiert mit der von Steuergeldern geschaffenen Bahn, wenn sie unter Investoren aufgeteilt wird? Welche Chancen bietet die Privatisierung? Wem nützt der Verkauf der Bahn? Den Kunden, dem verschuldeten deutschen Staat, der Bahn? Oder nur den Investoren?
Der Film zeigt aber auch Alternativen: Wo die Bahn nicht an multinationale Konzerne verschleudert, sondern an Kommunen verpachtet wird, die im Interesse ihrer Bürger handeln, funktioniert sie plötzlich wieder.

Der Film wurde komplett aus Eigenmitteln und Spenden finanziert.

Was ist die globale?

Von Venezuela bis Südafrika, von China bis Marokko zeigt sich eine widersprüchliche Wirklichkeit: Ausbeutung und Unterdrückung, Krieg und Konzernherrschaft, Kontrolle und Prekarisierung. Aber auch: Alternativen, Engagement und Widerstand, Hoffnung und Utopie. – Um dieser Wirklichkeit in ihrer Komplexität ein öffentliches Forum zu bieten, schloss sich im Frühjahr 2003 eine Gruppe politisch engagierter BerlinerInnen zusammen und rief die „globale – das globalisierungskritische Filmfestival“ ins Leben. Seit fünf Jahren findet das Festival jährlich in Berlin statt und hat sich mittlerweile zu einer Plattform des politisch motivierten Films und zu einem Treffpunkt für unabhängige Filmemacher und Medienaktivisten entwickelt.
Für die globale stellt der Dokumentarfilm das zentrale Element dar, um Realitäten abzubilden und um durch ihn politischen und sozialen Themen eine kritische Öffentlichkeit zu verschaffen. Das Festival soll eine Bühne für Menschen sein, die aufgrund medialer Ausgrenzung selten öffentlich zu Wort kommen.
Die globale will mehr als ein Filmfestival sein. Sie versteht sich als Teil der weltweiten sozialen Bewegungen und ist lokal und international mit diversen politischen Gruppen vernetzt. Zu ausgewählten Themen werden FilmemacherInnen und AktivistInnen zum Gespräch eingeladen. Gesellschaftlich engagierten Gruppen bietet das Festival eine Schnittstelle zur Öffentlichkeit an.
Auch das Allerweltskino als Initiative der Eine-Welt-Bildungs- und Kulturarbeit sieht Kino als Raum kritischer Öffentlichkeit und Filme als ein Medium, das eine wichtige Rolle im Prozess der kollektiven Auseinandersetzung mit Themen wie Arbeits- und Lebensbedingungen, Migration und Rassismus, Ausbeutung von Umwelt und Ressourcen einnehmen kann.
Aus diesem Grund freuen wir uns als Nachspieler der globale07 in Köln, ausgewählte Dokumentarfilme präsentieren zu können, die wegen der Themenwahl und/oder Produktionsbedingungen kaum eine Chance haben, ins Kino zu kommen.
Auch in Köln soll die globale07 ein Diskussionsforum und eine Einladung zu gemeinsamer Reflexion sein. Aus diesem Grund bieten wir lokalen Initiativen, Gruppen und Organisationen, die zu den in den Filmen behandelten Themen arbeiten, die Möglichkeit, sich auf der globale zu präsentieren … – Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und auf den im Kinosaal stattfindenden regen Austausch von Erfahrungen und Gedanken.

Kontakt: Karin de Miguel Wessendorf
E-Mail: karin.de-miguel@allerweltskino.de