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Aziza

Aziza

Eine junge tunesische Frau befreit sich aus der Jahrhunderte alten Rollenzuweisung und findet zu ihrer eigenen Kraft.

Eine Frau lernt sich aus der Jahrhunderte alten Unterdrückung zu befreien und sich auf ihre eigenen Kräfte zu verlassen. Der Film erzählt die Geschichte vor dem mit scharfem Humor gezeichneten Hintergrund eines durch das Geld entfremdeten Tunesiens.
Der Film spielt in Tunesien zu Beginn der 80er Jahre. Das Land entwickelt sich, die Gesellschaft befindet sich in völliger Umwandlung. Eine Familie verlässt die Medina von Tunis, um in ein Neubauviertel am Rande der Hauptstadt zu ziehen. Gedrängt von seinem Sohn Ali, hat der alte Handwerker Si Béchir zugestimmt, sein Haus zu verkaufen. Für Aziza, die Nichte der Familie, die seit ihrer Kindheit in der Familie lebt, öffnet sich eine neue Welt. Die plötzliche Veränderung in ihrem Leben stimuliert ihre Neugierde, sie wird zur Beobachterin des Geschehens, des Tun und Treibens der um sie lebenden Personen. Nach und nach entdeckt sie die Betrügereien ihres Vetters Ali und verweigert die Illusion, die zügellose Geschäftemacherei, die Unterwerfung unter das Ausland und die Herrschaft des Mannes: Alles, was ihre Freiheit einschränken könnte. Sie verlässt das Haus und findet Arbeit in einer Fabrik. Aziza trifft die Entscheidung unabhängig zu sein. Dies ist jedoch in der islamischen Welt eine schwierige Entscheidung, weil Frauen ihre Unabhängigkeit jeden Tag bewahren und erobern müssen.