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Ayna – Der Spiegel

Ayna

Die Geschichte einer Rache im dörflichen Milieu als Parabel auf die türkische Gesellschaft:
Ein armer Bauer ersticht den Sohn des Grundbesitzers, weil der seiner Frau nachstellt.
Mit kargen Dialogen, in langsamem Rhythmus sehr ansehnlich und informativ inszeniert.

Eden Kirals „Der Spiegel“ (AYNA) ist eine sehenswerte filmische Geschichte einer Rache im dörflichen Milieu als Parabel auf die türkische Gesellschaft.
Ein armer Bauer ersticht den Sohn des Grundbesitzers, weil der seiner Frau nachstellt. Er ahnt nicht, dass er damit seine Ehe zerstört. Seine Frau zieht sich immer mehr von ihm zurück. Und wieder reagiert der Bauer Necmettin mit Gewalt.
Seine Hoffnung richtet der Film auf die stumm Leidenden, denn sie fühlen, dass die Gewalt nicht nur die zerstört, die sie erfahren, sondern auch die, die sie ausüben. Sie unterliegen nicht mehr dem tragischen Irrtum – wie z.B. der Bauer Necmettin – , Normen eines Systems, die sein persönliches Glück verhindern, instinktiv gut zu heißen und zu befolgen.

Eden Kiral wählte ähnliche Stilmittel wie in seinem Film „Eine Saison in Hakkari“ (Türkei 1982/83): Lange Einstellungen ohne hektische Bewegung, die nur von Geräuschen untermalt werden; karge Dialoge; eine Handvoll Schauplätze sowie ein behutsamer Umgang mit Farbeffekten.