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Augen der Vögel, Die

Les Yeux des Oiseaux

Gabriel Auers Spielfilm schildert die Zustände in der ultramodernen Haftanstalt „Libertad“ in Uruguay. Ein packendes und sehenswertes Plädoyer, aktiv für die Würde des Menschen einzutreten und politische Gefangene zu unterstützen.

Der Film schildert die Zustände im Gefängnis „Libertad“ in Uruguay. Einer dreiköpfigen Delegation des Internationalen Roten Kreuzes aus Genf ist es gelungen, mit den eintausendzweihundert politischen Häftlingen ohne Zeugen zu sprechen. Zwei Monate lang reden sie mit jedem einzelnen Gefangenen in Räumen, die ihnen die Gefängnisleitung zugewiesen hat. Die Inhaftierten sind physisch und psychisch schwer angeschlagen, sie sind alle gefoltert worden.

Als die Delegation merkt, daß ihre Gespräche abgehört werden, will ein Delegierter auf einer Pressekonferenz die Wahrheit ans Licht bringen, die anderen überzeugen ihn die Arbeit fortzuführen und die Gespräche im Gefängnishof abzuhalten. Nach der Abreise der Delegation beginnen die Repressalien für die Gefangenen. Diejenigen, die am freimütigsten gesprochen haben, werden sanktioniert, sie „verschwinden“.

Der im Jahre 1982 als internationale Coproduktion in Frankreich gedrehte Fersehfilm ist „den Gefangenen des Militärgefängnisses ‚Libertad‘ in Uruguay“ gewidmet. Gabriel Auer, Co-Autor und Regisseur, sagt dazu: „Das Drehbuch zu diesem Film beruht auf Tatsachen. Die Autoren haben mehr als achtzehn Monate lang Recherchen über das Gefängnis ‚Libertad‘, das internationale Rote Kreuz und die politische Situation in Uruguay angestellt. Sie haben mehr als dreißig Stunden Interviews zusammengetragen. Dennoch ist der Film weder eine Dokumentation, noch eine szenische Rekonstruktion, noch ein Dokumentarspiel, sondern Fiktion, die bis ins kleinste Detail der Wahrheit entspricht…“.