Yang Guoli ist ein einfacher Polizist in einem Stadtviertel von Peking. Der Film begleitet ihn bei seiner Arbeit und schildert so den Alltag in der chinesischen Gesellschaft. So entsteht ein versteckter Kommentar zur chinesischen Leidenschaft für Bürokratie, eine Allegorie auf die wachsende Machtlosigkeit der einst so gefürchteten Polizei, oder auch eine freche Geschichte über die vage Grenze zwischen Gesetzeshütern und Gesetzesbrechern.
In einer nahezu dokumentarisch anmutenden Erzählform begleitet der Film einen Polizisten bei seinem Dienst in einem Viertel von Beijing und macht dabei in einer Vielzahl von ineinandergreifenden Episoden chinesische Wirklichkeit auf plastische Weise greifbar. Nicht spektakuläre Situationen werden vorgeführt und didaktisch ausgewertet, Willkür stellt sich vielmehr als immanenter Bestandteil der Bürokratie dar, als Banalität des Alltags in einer Diktatur.
Quelle: Lexikon des internationalen Films 2000/2001 (CD-ROM)
