Ein argentinischer Filmemacher nimmt den Weg der Konquistadoren in das Land seiner Geburt – nach Patagonien. Bei den Mapuche – Indianern, der fast ausgerotteten Urbevölkerung Patagoniens, die nun wieder beginnen, um ihr Land zu kämpfen, findet er seine Heimat.
„Amor Amerika“ ist ein filmisches Gedicht über Patagonien und die Überlebenden der Mapuche.
„Ein filmisches Gedicht an die Menschen von Patagonien und seine Landschaft, die auch meine ist“, nennt der in Berlin lebende Regisseur Ciro Cappellari seine Dokumentation AMOR AMERICA. Ein Poem von Pablo Neruda aus dem „Canto General“ stiftete den Titel des Films: Liebeserklärung an ein Land, das eine grausame Wandlung durchgemacht hat. Die Kolonisierung, Unterdrückung und Vernichtung der Indianer, die sich hier „Mapuche“ nennen, Menschen der Erde, und für die es einen Besitz der Erde nicht geben kann. Amor America schildert die Reise vom Rio de la Plata über die Pampa bis in die Ausläufer der Anden, eine Reise zugleich durch die Geschichte des Landes, in die ein Off-Kommentar führt, der sich von selbst auflöst, als Menschen und Stimmungen den Film zu beherrschen beginnen.
Ciro Cappellari ist hier in Patagonien aufgewachsen, er kennt den Rassismus, die Verachtung der Argentinier der indianischen Bevölkerung gegenüber. Der Tod der Mapuche-Sängerin Aimé Painé und die Begegnung mit ihrer Freundin Luisa Calcumil sind ihm Anlass zu einer Reise in die Vergangenheit, einer Reise entlang der Bahnlinie „General Roca“, derselben Linie, mit der die Eroberung des Landes vor gut hundert Jahren ihren Ausgang nahm.
