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AMIGOMIO

AMIGOMIO

Der achtjährige Amigomio flieht mit seinem Vater Carlos aus Argentinien, nachdem die Militärjunta seine Mutter verschleppt hat. Auf ihrer hindernisreichen Reise wachsen die beiden zusammen und schaffen es bis nach Ecuador. Carlos möchte zurück, für Amigomio jedoch wird dieses Land zu einer neuen Heimat. – Das Schicksal der Familie ist das von Abertausenden heute in der Welt: Emigrantenleben, entwurzelt, immer in der Fremde.
Was als anrührende Beschreibung einer Vater-Sohn-Beziehung unter einer Militärdiktatur beginnt, verliert sich zunehmend in folkloristischen Beschreibungen und politischen Exkursen, deren Ironisierung durch eine unbeholfene Inszenierung und chargierende Nebendarsteller eher lächerlich wirkt. So verschenkt der Film viel von seinem Thema: der Bedeutung von Heimat
und Exil und der Angst in einer Diktatur.

Quelle: Lexikon des internationalen Films 2000/2001 (CD-ROM)