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Allein die Wüste

Allein die Wüste
In Anwesenheit des Regisseurs

‚Allein würdest du es doch keine zwei Wochen in der Wüste aushalten!‘ – Dieser Satz eines Freundes hat an Dietrich Schubert genagt. Schubert hatte sich in seinen letzten Filmen der Saharawüste gewidmet (zuletzt mit ‚Die Seele aber wird allein in der Wüste gewaschen‘, Allerweltskino 23.06.2009). Und nun möchte er ausprobieren, wie es sein wird, allein in der südmarokkanischen Wüste sein Zelt aufzuschlagen und auf unbegrenzte Zeit auszuharren. Dietrich Schubert wäre nicht Filmemacher, wenn er bei diesem Selbstversuch nicht seine Kamera dabei hätte. Was er dokumentiert ist: nichts. Oder: eine Menge, je nachdem, wie man sein beharrliches Aushalten der Einsamkeit interpretieren möchte. Er filmt die beeindruckende Landschaft um ihn herum, filmt den Wind, spricht mit den Tieren, die er sieht, spricht mit der Kamera, und allmählich findet er Zugang zu sich selbst, seinem Selbst in dieser großartigen Natur. Höhepunkt ist der Besuch eines Berbers, der – ironisch genug – Schubert untersagt, ihn zu filmen. So bleibt der Filmemacher zurückgeworfen auf seine eigene Person. Und das ist schon mehr, als die meisten von uns Zuschauern je erlebt haben.