Dimitrij unternimmt einsame Kletterexkursionen und flieht so vor der surrealen Konformität der georgischen Kleinstadt, in der er lebt, und dem Alltag im Justizgebäude, in dem er arbeitet. Dort regiert sein Vater als Richter ebenso despotisch wie zu Hause am Abendbrottisch.
Als ein Fremder mit Namen Andrej auftaucht, überredet Dimitrij ihn, sich seinen Kletterausflügen anzuschließen. Immer enger zieht er den Fremden in seinen Kosmos, entschlossen, ihn zu seinem Freund machen. Dann ist Andrej verschwunden. Als Dimitrij alles verloren glaubt, folgt er von seiner Fantasie getrieben rätselhaften Spuren. Atmosphärisch beklemmend zeigt Zaza Rusadze eine Kleinstadtgemeinde im Hamsterrad ihrer Gewohnheiten. Souverän und scheinbar beiläufig zeichnet er zugleich in magischen Bildern die Vorstellungswelt seines Protagonisten und legt dessen Gefühlslandschaft frei.
Der Film eröffnete die Sektion Panorama auf der Berlinale 2013.




