PS-starke Autos, Motorräder und LKWs rasen durch Wüsten, Dörfer und Städte fünf afrikanischer Länder – 7915 Kilometer in nur 14 Tagen, um in Dakar die Rallye-Sieger zu küren. Während unsere TV-Bilder in aller Schnelle so Afrika als ‘Abenteuerland’ und mal nicht als ‘Bedrohungsszenario’ zeigen, erzeugt der beeindruckend gestaltete Dokumentarfilm durch genaues Bebachten ein differenziertes Afrikabild, ist zugleich Essay einer viermonatigen Reise auf den Spuren der Rallye und Porträt der Menschen am Rande der Rennstrecke. Und er fasziniert wie Geyrhalters Film “Unser täglich Brot” durch dessen stilistische Handschrift, sichtbar in präzise kadrierten CinemaScope-Totalen.
“Die politische Haltung, die sich formal ausdrückt, ist das genaue Schauen. Die Dauer ist eine politische Kategorie. Man lässt dem Zuschauer Raum zum Denken, Raum, dass eine Erfahrung entsteht. Und das ist immer etwas Politisches. (…) Wenn man nur lange genug hinschaut und sich für die Menschen Zeit nimmt, dann wird immer sowas wie Wahrheit sichtbar”. (Wolfgang Widerhofer)





